Herbstwerfertag mit großem Teilnehmerzuspruch

Das schon fast legendäre spätsommerliche Wetter beim Herbstwerfertag der LG Göttingen blieb in diesem Jahr aus. Trotz wenig angenehmer Temperaturen und Regen hatte das LGG-Team um Ilse Bannenberg wieder einmal für einen optimalen organisatorischen Rahmen gesorgt. 75 Teilnehmer aus vier Bundesländern trugen ihren Teil entscheidend dazu bei, dass die Göttinger Werfertage bei den niedersächsischen Wettkämpfen dieser Art mittlerweile ganz weit oben angesiedelt sind.

Auch das Leistungsniveau verbessert sich von Jahr zu Jahr. Dabei waren es vor allem die Athleten aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen, die hier Marken setzten. Den 1,75-kg-Diskus schleuderte Fabian Feldmann (TSV 05 Remsfeld) in der U20-Jugend auf 45,64 Meter. Mit dem 1,5-kg-schweren Gerät kam Falk Treiber (SSC Vellmar) in der Klasse der M55-Senioren auf 44,57 Meter. Die 43,46 Meter von Joke Mika Maly (SV Lok Aschersleben) in der M14-Jugend gehören zu den besten in diesem Jahr erzielten Weiten in Deutschland.

Der die deutsche Jahresbestenliste der M15-Jugend mit fast 60 Metern anführende Luis André (MT Melsungen) kam mit den Bedingungen am Jahnstadion nicht so gut zurecht, erzielte aber mit 49,77 Metern die größte Weite aller Teilnehmer. Anders im Kugelstoß. Auch in dieser Disziplin führte der 15-jährige aus Nordhessen die DLV-Bestenliste mit 17,69 Metern an. In Göttingen legte er noch eine Schippe drauf und verbesserte sich auf 17,93 Meter. Trainiert wird der Schüler vom Alwin Wagner, dem ehemaligen Deutschen Meister im Diskuswurf.

Wagner kann auch auf 15 nationale Titel im Schleuderballwurf zurückblicken. Diese aus der turnerischen Leichtathletik stammende Disziplin kommt mittlerweile nur noch selten zur Austragung, gehört seit ein paar Jahren aber statt des Hammerwurfs zum festen Programm des LGG-Herbstwerfertags. Dass Luis André auch mit dem Schleuderball firm ist, stellte er mit einem Wurf auf 56,58 Meter beeindruckend unter Beweis.

Bleibt noch der Speerwurf, der unter dem wenig erfreulichen Wetter wohl am meisten litt. Josh Anhalt, ein U18-Jugendlicher vom LC Jena, erzielte hier mit 53,31 Metern die größte Weite.

Quelle: Göttinger Tageblatt
Autor: Gerd Brunken


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